5 Tipps für ein umweltschonendes Weihnachten

Zu Weihnachten vergisst man oft im Geschenkrausch und in seiner festlichen Stimmung, dass es unserer Umwelt gerade mäßig gut geht, und es eigentlich an der Zeit wäre, unsere Erde zu schonen. Ich selber habe mir dazu bis ich den Artikel von formschub gelesen habe eigentlich keine Gedanken gemacht. Doch bei näherer Betrachtung fällt mir doch auch einiges ein, was man besser machen könnte.

1. Stimmung machen

In der Vorweihnachtszeit häufen sich die Lichterketten, beleuchteten Weihnachtsmänner, Kerzen und Duftöle. Wenn so ein Weihnachtsbaum am Hauptplatz bunt beleuchtet ist, dann sieht das wunderschön aus (kann es zumindest). Auch eine schön beleuchtete Altstadt heizt die Weihnachtsstimmung weiter an. Und wenn dann noch ein alter Bus der Österreichischen Post vom Steyrer Hauptplatz nach Christkindl fährt, dann ist das Glück perfekt. Wenn da doch der Umweltgedanke nicht wäre.

So Weihnachtsbeleuchtung braucht Strom. Massig. Aber das alles Abschalten kann keine Lösung sein, werden jetzt viele sagen. Stimmt auch, denn es gehört einfach dazu. Aber vielleicht nur die Hälfte, oder nur an besonderen Orten wie an Denkmälern und nicht einen ganzen Straßenzug entlang. Vielleicht verbindet man aber die Weihnachtsbeleuchtung auch mit etwas nützlichem. Statt der Straßenbeleuchtung die Weihnachtsbeleuchtung verwenden. Zwei auf einen Streich.

Privat könnte man auf die bunten Lichterketten sowieso verzichten und dafür vielleicht selbsgebastelte Mandalas aus Okö-Papier ins Fenster hängen. Macht auch Stimmung und braucht keinen Strom.

Den alten Bus der Post könnte man auch Strom umrüsten und weiterhin fahren lassen, vielleicht nur im 2 Stunden-Takt, um Strom zu sparen. Man könnte ihn natürlich auch einstellen, aber ein Strombus am Tag nach Christkindl ist besser als  10 Dieselautos pro Stunde nach Christkindl.

2. Kekse

Vanillekipferl, Mürbteigkekse, Spitzbuben und wie sie alle heißen. Umweltschonend ist das nicht. Ich rede jetzt nicht nur von der Energie, die der Ofen verbraucht, sondern auch von dem Zutaten. Sind diese Zutaten denn umweltschonend hergestellt worden? Wenn nicht, sollte man noch einmal über den Kauf der Zutaten nachdenken.

Die Keksdose. Wie wurde die denn hergestellt? Ist sie aus Plastik? Oder eh aus Blech? Blech ohne den Weichmachern verändert die Kekese auch nicht nachträglich ohne dass man es wirklich merkt.

Von dem zusätzlichen Klopapier das man brauchen wird ganz zu schweigen.

3. Geschenke und ihre Verpackung

Materielle Geschenke stehen hoch im Kurs. Warum auch nicht, man kann und will nicht jedem Zeit mit sich schenken. Doch auch bei den materiellen Gütern gilt: Ist das Geschenk an sich umweltschonend? Ist es umweltschonend hergestellt? Ist es recyclebar? Muss es wirklich in dieser Form sein? Was meine ich mit dieser letzten Frage? Ich denke da an Bücher. Muss es wirklich das gedruckte Buch sein, oder kann es auch ein e-Book sein. Ich denke aber auch an jeden anderen Download-Content, den man auch anders erwerben kann. Muss es die DVD sein, oder kann man auch den Film via iTunes schenken? Geld und Gutscheine sind auch so eine Sache. Kann ich das Geld nicht einfach überweisen? Kann ich die Gutscheine nicht auch per Mail verschicken lassen, als Gutscheincode?

Verpackt muss das ganze ja auch noch werden. Aber muss es wirklich das Geschenkpapier sein? Reicht nicht eine Schleife und ein Namenskärtchen?

Zu guter letzte: Müssen es wirklich Geschenke sein? Geht es zu Weihnachten nicht um etwas anderes? Und sind nicht beispielsweise Thermenwochenenden viel persönlicher als ein Film, dem man seinem Schatz schenkt?

Sie sehen also, gerade bei den Geschenken sollte man gut überlegen, was muss sein und was nicht, und ob es so sein muss wie es üblich ist, oder ob man doch einen anderen Weg beschreitet.

4. Christbaum

Sie haben es kommen sehen. Der Christbaum ist ebenfalls in die Kategorie “Gehört dazu, muss aber nicht sein” eingeordnet. Bäume sind wichtig für unsere Umwelt. Daher könnte man doch mal gut auf das Grün im Wohnzimmer verzichten. Von dem Plastiknetz, das ihn umgibt will ich gar nicht erst reden. Haben Sie nicht schon einmal an ein Gesteck gedacht, statt dem Weihnachtsbaum? Das bringt auch Stimmung und kann nächstes Jahr wieder verwendet werden.

Und wenn Sie schon um Himmels willen ein Baum wollen, dann entsorgen Sie ihn auch richtig. In Österreich gibt es Christbaumsammelorte (Meistens bei den Müllcontainern in den Siedlungen.) von wo aus die alten Christbäume an 2-3 Terminen im Jänner abgeholt werden.

Auch beim Schmuck sollten Sie darauf achten, Energiesparend zu beleuchten. Kerzen eignen sich da besonders gut. Schmücken Sie generell mit Bedacht! Wieviel Lametta muss sein (Früher war mehr Lametta.)?

5. Die Feierlichkeiten

So viele Verwandte und alle wollen besucht werden. Könnte man das nicht alles zusammenlegen? Ein großes Fest? Oder muss man sie wirklich alle sehen (Seid doch mal etwas gemütlicher.)? Alleine der Treibstoff den man sich sparen könnte, wenn man nicht zu allen fährt ist doch die Überlegung wert, oder?

Für das Essen am Weihnachtsabend gilt übrigens das selbe wie für die Weihnachtskekse. Wieviel muss sein? Wo kommt das essen her? Wie kann ich Energie sparen beim Kochen?

Fazit

Wie Sie sehen muss das Weihnachtsfest nicht zwangsläufig energieintensiv sein und kann auch umweltschonend sein. Denken Sie doch mal über Ihr Weihnachten nach!

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Über Kay van Haagen

Ich bin Rettungssanitäter beim ASBÖ Gruppe Linz. Zu meinen Hobbys zählen Radfahren (gemütlich, versteht sich), Kino und reisen.

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